Luftbrücke zu den Jesiden in Sinjar (Irak) – Video von Michel Reimon

Liebe Freunde der seichten Unterhaltung,
nun bitte einmal kurz den Kopf anschalten und das folgende, ca. 15 Minuten lange, Video anschauen:


Wie jeder, der wenigstens einmal am Tag Nachrichten liest, hört oder schaut, mittlerweile mitbekommen haben sollte, gibt es derzeit in der Welt größere Probleme als die Gehaltssteigerung der BigBandTheory Darsteller oder die absurden Manipulationen von Zuschauerabstimmungen durch viele öffentlich rechtliche Sender.

In den letzten Monaten hat sich eine radikale Gruppierung hervor getan, deren einziges Ziel scheinbar die Gründung eines rein islamischen Staates, eines sogenannten Kalifats, ist. Auf ihrem Weg dort hin ist Ihnen scheinbar keine Gräueltat zu arg und, auch wenn es reißerisch klingt, scheinen Sie vor nichts zurückzuschrecken.
Die Rede ist natürlich von der IS, früher unter ISIS bekannt.

Am 19. Dezember 2013 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht, demzufolge IS in Syrien Geheimgefängnisse unterhält, in denen systematisch Folterungen, Auspeitschungen und standrechtliche Hinrichtungen angewendet werden.
Im Jahr 2014 kam es zu Eroberungen von immer mehr irakischen Städten, bei denen die Einheimischen andersgläubigen dazu aufgefordert wurden zu konvertieren. Sollten sie dieses nicht, würden sie getötet werden.

Im Juli und im August 2014 kam es zur Flucht von Anhängern der religiösen Minderheit der Jesiden, die in die kurdischen Autonomiegebiete, die umliegenden Berge und zu ihrem Heiligtum Lalisch fliehen.

Am 8. August 2014 bombardierte die US-Regierung mit Kampfjets Artilleriestellungen des IS. Der irakische Minister für Menschenrechte, Schia al Sudani, berichtete von 500 durch IS-Anhänger getöteten Jesiden, einige davon seien lebendig begraben worden.
Die UN berichtete von mehreren weiteren tausend Jesiden, die im Gebirge Sinjar (Dschabal Sindschar) festsäßen und vom IS eingeschlossen seien.

Der österreichische Autor und Grünen Politiker Michel Reimon hat im oben eingebundenen Video einen Teil der Luftbrücke begleitet, die eben diese eingeschlossenen Jesiden evakuieren und mit Lebenmitteln versorgen soll.

Nehmt euch bitte die Zeit, denkt ein paar Minuten nach und lest bitte auch noch diesen Text

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