„Romeos… anders als du denkst“

Dieser Film beschäftigt derzeit sehr viele Menschen. Warum?
Nun ja, ganz einfach:
Der Film handelt von einem jungen Mann, der als Mädchen geboren wurde und nun so langsam das volle Gefühlschaos (Pubertät) durchlebt. Er verliebt sich in einen anderen jungen Mann und schon geht die fast typische Irrungen & Wirrungen Teeniefilmschiene los.
Klingt jetzt nicht wirklich merkwürdig oder besonders oder abartig oder?

Richtig, ist es ja auch nicht und sollte es heutzutage eigentlich auch nicht mehr sein.
Aber in diesem wunderbaren Lang gibt es ja noch immer die FSK (Jugendschutz im Kino und so), welche alle neu ins Kino kommenden Filme bewertet. Und das tut sie bei „Romeos… anders als du denkst“ mit dem Stempel ab 16 und erklärt das ganze folgendermaßen:

“(…) Ein schwieriges Thema, welches für die Jüngsten der beantragten Zuschauergruppe, die sich in diesem Alter in der sexuellen Orientierungsphase befinden, sehr belastbar sein könnte. Das Thema selbst ist schon schwierig für 12 bis 13jr und die Schilderung einer völlig einseitigen Welt von Homosexualität im Film könnte hier zu einer Desorientierung in der sexuellen Selbstfindung führen. Die explizite Darstellung von schwulen und lesbischen Jugendlichen und deren häufige Partnerwechsel können verwirrend auf junge Zuschauer wirken, auch wenn der Film auf der Bildebene nicht schamverletztend ist und niemanden diffamiert. Der Film spiegelt eine verzerrte Realität wider, die Kinder auf Grund keiner oder zu geringer Erfahrung nicht erkennen können.”

Auf Deutsch:
Da es in diesem Film um Homosexualität geht, dürfen Ihn nur Personen, die Älter als 16 Jahre sind, sehen. Jüngere könnten Schaden nehmen bzw. gar Homosexuell werden.
Hat außer mir noch jemand das Gefühl, sich ernsthaft übergeben zu müssen?

Ich dachte bisher, im Jahr 2011 wäre die Gesellschaft langsam darüber hinaus, alles was nicht dem typischen Ideal der 1960er Jahre entspricht zu verteufeln oder direkt als schädlich zu erklären. Aber das eine Instanz wie die FSK tatsächlich solche Ideale noch verkörpert, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Aber hey, was erwarte ich von einer Instanz die damit wirbt „Der Frauenanteil beträgt 44 Prozent, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 50 Jahren“.

Filme, in den heterosexuelle Menschen nur so durch die Betten hüpfen, bekommen in der Regel FSK Freigaben ab 6 oder ab 12. So zum Beispiel KeinOhrHasen (erst ab 6, dann nach Protesten am 12), ZweiOhrKüken (ab 12), Männerherzen (ab 6), Harte Jungs (ab 12), Mädchen, Mädchen (ab 12), Borat (ab 12), Jungfrau (40), männlich, sucht… (ab 12), Hangover (ab 12) etc. etc.
Ich könnte noch sehr lange so weiter machen, aber es bringt ja leider auch nichts…. Manchmal ist die Gesellschaft bzw. die Menschen, die sich dazu herablassen für alle zu entscheiden, einfach nur krank….

Unter anderem via Fünf Filmfreunde – Dieser Film macht Schwul!

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