Auch ich habe zu dem Thema getwittert, bekenne mich also schuldig.
Und nein, dabei war ich auch nicht.
Aber ich gebe auch nicht einer Person die Schuld, denn wie häufig zu hören, zu so seiner Situation gehören immer mehrere. Aber wenn man sich das Verhalten der Personen, die an dem Geschehnis direkt beteiligt sind, anschaut, hat man das Gefühl, dass da nur jeder versucht, den Schwarzen Peter von einer Institution zur anderen zu schieben (ganz zu schweigen von der politischen Instrumentalisierung, die jetzt noch kommen wird).
Es wurden Fehler gemacht, von Ravern und Polizisten, Betrunkenen und Nüchternen, Gaffern und Reportern, Gästen und Politikern, Laien und Experten, Ja.
Aber wenn man sich die Diskussionen im Vorfeld anschaut und die Erfahrungen der letzten Jahre hinzuzieht, kann man von den Organisatoren auch verlangen, einen vernünftigen Job zu machen.
Und das ist hier, in Teilen schon jetzt nachweislich, nicht passiert. Und das darf man anprangern, denn sonst passiert ähnliches wie schon so oft: NICHTS.
Alles geht weiter wie bisher und bei einer Loveparade wird nie wieder etwas passieren (wie auch, wenn es sie nicht mehr gibt). Aber alle werden sagen, wir haben aus den Fehlern gelernt und diese Art von Veranstaltung abgesägt, anstatt die Planungen zu verbessern und so das Übel an der Wurzel zu packen.
Das ist es, was ich mit meinen Beiträgen dort ausdrücken wollte. Und eben keine stumpfen Schuldzuweisungen, wie man sie schon so oft hört.
Andere gute Beiträge zu diesem Thema und der Loveparade im Allgemeinen:
http://mevme.com/lizblog/niemals-geschlossene-schuhe/
http://www.ruhrbarone.de/update-loveparade-der-zombie-der-ruhrburokraten/

