Ausläufer von Hurrikan “Gonzalo” erreichen Borkum

Heute war es dann doch nach langer Zeit einmal wieder sehr windig auf der Insel.

Ausläufer von Hurrikan “Gonzalo” haben nun auch Borkum erreicht und peitschen das Wasser gegen die neue Strandpromenade, die Ihre Aufgabe aber bisher sehr gut erfüllt.

Windgeschwindigkeiten von bisher rund 100km/h wurden gemessen. Gleichzeitig treibt er eine Sturmflutwelle vor sich her, die am Mittwochmittag die Insel erreichen soll.
Hurrikan Gonzalo war Ende letzter Woche mit voller Wucht über die Bermuda-Inseln gezogen und sorgte dort mit Windgeschwindigkeiten von bis zu bis 165 km/h für schwere Schäden.

Auf Borkum wurden die Milchbuden am Nordbad umspült, am Jugendbad verabschiedete sich ein Spielplatz zum Bad in den Fluten, am Südstrand hat sich jede Menge Sand verabschiedet und am FKK Strand stand das Wasser bis hoch zur Dünenkante.
Alles insgesamt harmlos und glimpflich abgelaufen aber es war möglicherweise nur der erste von einigen Stürmen, die wir dieses Jahr noch erwarten dürfen.

 
Hier einmal ein paar Bilder der Situation jetzt auf Borkum (Bilder von Mathildes Melkbudje, Kutzenschubser, der Borkumfähre und dem Dünenbudje):

Achja, liebe #bloggenmitherz Gang:
Genau da haben wir im Sand gesessen und den Sonnenuntergang genossen:

Es ist Herbst…

Es ist Herbst – Ein Plädoyer für mehr Heute

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass sich die Insel so langsam leert und endlich die vielgeliebte Ruhe eingekehrt. Oder zumindest in den Ferien, wie sonst auch, wieder vermehrt Familien mit Kindern hier bei uns zu Gast sind.

Aber Nein, egal wo hin man schaut oder blickt, überall reifere Ehepaare, gerne auch generationstypisch gekleidet oder einsame Menschen, die durch die Straßen irren. Und abgesehen von der Uniformität der Masse hört man von dieser auch überall die alte und ewig gleiche Leier:

Früher war das hier aber billiger, sauberer, schöner, ruhiger, netter, näher beieinander, halt anders und besser. Aber was wissen Sie schon davon junger Mann, ich fahre ja schon 15 Jahre hier her….

Manches davon mag sicherlich wahr sein. Aber früher wart auch ihr etwas ganz wichtiges: Nämlich jünger! Da kommt einem vieles auch ganz einfach anders vor! Aber nehmen wir diese Aussage doch einmal Stück für Stück auseinander:

Billiger? Ja, der böse böse Teuro. Alles hat er geändert. Und viel schlechter gemacht. Genau! Die EU ist schuld! An allem und sowieso! Das Ihr nun in einem Tourismusort seid, wo vielleicht eh alles etwas teurer ist geschenkt. Aber sind wir mal ehrlich, für die 3,90 Mark, die damals ein Mittagessen gekostet hat, bekommt der Wirt heute nicht mal mehr die Zutaten..

Sauberer? Auch das mag sein, aber wenn ihr es schon so seht, verteilt doch bitte euer Kräuterbonbonpapier nicht auch gleich mit auf der Straße!

Schöner? Nun ja, es ist Herbst! Herbst heißt graues Wetter und Nebel. Und auch mal Regen. Oder gar: Wind! “Schrecklich dieser Sturm hier, das gab es früher hier nicht”. Stimmt. Da wart ihr aber auch im Juli mit euren Kindern hier und nicht in der stürmischen Jahreszeit!

Ruhiger? Nicht im Sommer, dort tobte schon immer das pralle Leben. Generell eigentlich immer in den Ferien, das solltet ihr noch selbst wissen. Aber sich wirklich zur Ferienzeit über spielende Kinder beschweren? Das ist doch nicht euer Ernst? Oder etwa doch?

Netter? Ja, da mag ich euch bedingt Recht geben. Sicherlich trifft man derzeit auf den ein oder anderen Verkäufer, dem man anmerkt, dass er seit 6 Monaten 7 Tage die Woche 9 Stunden lang versucht euch beige Jacken zu verkaufen. Und Ja, eigentlich dürfte man ihm das nicht anmerken! Aber hey, das sind auch nur Menschen!

Näher beieinander? Wege, die einem noch vor 10 Jahren sehr kurz erschienen, stellen heutzutage vielleicht einfach ein ganz anderes Hindernis dar. Gegenwind wird vom lustigen Spielgefährten zum Endgegner, kleine Hügel zu großen Bergen. Andererseits: Ihr habt Zeit! Ihr seid ja schließlich im Urlaub!

Anders? Ganz bestimmt sogar! Ich möchte behaupten, das es der Tod eines Urlaubsortes wäre, wenn sich in 20 Jahren gar nichts ändern würde.

Besser? Ich finde, das braucht man eigentlich gar nicht zu kommentieren. Gut ist immer das, was ihr selbst daraus macht!

Was weiß ich denn ich davon? Nun ja, vor etwa 15 Jahren war ich bereits schätzungsweise 27 Mal selbst zu Gast auf dieser Insel. Und in den Jahren danach wurde meine Besuche sicherlich nicht weniger und nun lebe ich ja sogar seit einigen Jahren hier. Und ich habe viele Änderungen selbst erlebt, Läden öffnen und schließen, Angebote starten und auslaufen sehen.  Nur eine Sache, die ist bis heute geblieben und die ist es, die mich hier hält und euch, trotz allem, Jahr für Jahr wieder hierher zieht:

Der Strand, das Meer, die Wellen, die unendliche Weite
Der Strand, das Meer, die Wellen, die unendliche Weite, der endlose Weg zum Horizont
Strandzelte auf Borkum

Strandzelte? Strandzelte!

Sandra hat auf Ihrem Blog von ihren Erfahrungen mit den für Borkum typischen Strandzelten geschrieben, aber scheinbar nicht wirklich einen Zugang zu diesem so absolut inseltypischen Thema gefunden.
Daher dachte ich mir, ich schreibe doch auch einfach mal etwas zu dem Thema.

Strandzelte auf Borkum
Strandzelte auf Borkum

Strandkörbe kennt ja jeder, aber Strandzelte gibt es tatsächlich nur hier auf Borkum!
Und das schon seit vielen Jahren, denn schon um 1900 begannen die Borkumer für ihre Gäste Strandzelte selbst zu bauen und Ihnen diese zur Verfügung zu stellen.

Strandzelte auf Borkum
Strandzelte auf Borkum

Diese eigentlich sehr einfach Konstruktion aus ein paar Brettern, etwas Zeltplane und einigen Schrauben und Nägeln wurde gut von den Badegästen angenommen, so dass in den 50er bis 70er Jahren ausschließlich diese Zelte den Borkumer Strand bevölkerten. Und diese machten den Borkumer Strand bunt und farbenfroh, denn jeder Vermieter hatte seine eigene Farbkombination und sein eigenes buntes hölzernes Erkennungszeichen auf der Dachspitze,

Je mehr Touristen dann aber auf die Insel kamen, desto lauter wurde der Ruf nach den altbekannten Strandkörben, die es ja auch überall anders gibt.
Nach und nach folgten immer mehr Borkumer Strandzeltvermieter diesem “Trend” und schulten um zum Strandkorbvermieter. So kam es, dass es heutzutage deutlich mehr Strandkörbe als Strandzelte an Borkums Stränden gibt.

Strandzelte auf Borkum
Strandzelte auf Borkum

Doch abgesehen von der Tatsache, dass Strandzelte noch heute günstiger zu mieten sind als Strandkörbe, gibt es noch eine ganze Menge anderer Dinge die für die Zelte und gegen die Körbe sprechen:

  • die Badegäste können sich auch im Zelt umziehen (Eingang durch Handtücher abhängen oder gar mit RaffRollos verschließen, gerne von der Generation Beige durchgeführt
  • das Zelt bietet zwei bis 3 Personen windgeschützten Platz zum Sitzen
  • durch ein auflegbares Brett entsteht im Nu ein Esstisch
  • Haken und Nägel ermöglichen es, nasse Badekleidung zum Trocknen aufzuhängen, sowie Jacken und Taschen sandgeschützt unterzubringen
  • wenn sich der Wind einmal dreht, ist das Zelt wesentlich leichter neu auszurichten als der schwerere Korb
  • kommt einmal Besuch vorbei, muss dieser nicht im Sand sitzen, denn jedes Zelt besitzt immer 2 Liegestühle, so dass bis zu 5 Personen angenehm sitzen können
  • bei Regenschauern, die es ganz selten auch auf Borkum gibt, sitzt man komplett im Trockenen und es hängt nicht der halbe Körper heraus
  • man muss nicht die ganze Zeit nebeneinander hocken, dank der Liegestühle hat man also viel mehr Möglichkeiten
  • bei starkem Sonnenschein bietet ein Zelt mehr Schatten, sowohl innen als auch dahinter. Und trotzdem ist es luftig konstruiert.
  • die Vermieter können bei Sturmfluten, die an der Nordsee auch im Sommer vorkommen können,die Zelte alleine(!) und ohne Hilfe auf die retttende Strandpromenade tragen

Aber als allerwichtigstes und aus eigener Erfahrung kann ich berichten:

  • Kinder können sich bunte Strandzelte viel besser merken als schlicht weiße Strandkörbe. Da es nur selten gleiche Farbkombinationen gibt, können Kindern, die sich verirrt haben deutlich schneller das gelb/weiß/blaue Zelt finden, als “den einen” weißen Strandkorb

Auch darf man nicht vergessen, dass die Borkumer Strandzelte noch immer hier auf der Insel selbst gefertigt werden und somit auch Arbeitsplätze sichern.

LED Lenser Neo und Verpackung

Test: LED LENSER® NEO Stirnlampe

LED Lenser Logo
Als LED Lenser Lichtblogger wurde ich ausgesucht*, die neue NEO Stirnlampe einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die LED Lenser Neo ist eine Kopf- / Stirnlampe, die es zu einem ziemlich niedrigen Preis ab sofort im Handel gibt. Das das namens gebende Neo auch gerne Neon heißen könnte, erkennt man auch direkt daran, wenn man sich die 5 verschiedenen Farben (NEO Yellow, NEO Pink, NEO Orange, NEO Green und NEO Blue) einmal genauer anschaut.

Nun aber mal etwas genauer zu der Lampe:
Die Neo kommt in einem kompakten & kleinen, aber sehr auffälligen, Paket und ist sofort einsatzbereit, da die erforderlichen Batterien schon eingesetzt mitgeliefert werden..
Außer der Kopflampe selbst sind noch eine Kurzanleitung und eine allgemeine Produktübersicht in der Verpackung zu finden.

LED Lenser Neo und Verpackung
LED Lenser Neo und Verpackung

Die NEO überzeugt schon beim ersten Aufsetzen durch Ihr geringes Gewicht (nur 54 Gramm ohne Batterien und nur 70 Gramm mit Batterien) auf der Stirn und ist daher fast überhaupt nicht zu spüren und man vergisst tatsächlich ziemlich schnell, dass man sie überhaupt trägt.
Das Stirnband ist wie immer bei den LED LENSER Kopf-/ Stirnlampen extrem gut verarbeitet und lässt sich angehhem tragen und hinterlässt auch nach längerer Zeit keine Druckstellen. Auch die Verstellbarkeit ist wie immer gut gelöst und geht wirklich Ruck Zuck.

Aber kann in einem so kleinen Gehäuse wirklich auch eine helle Leuchte stecken?

LED Lenser Neo LED
LED Lenser Neo LED

Ja, das geht. Die LED leistet für diese Größenordnung unglaubliche 90 Lumen, was wesentlich mehr ist, als ihr in vielen anderen kleinen Spielzeuglampen erhalten könntet.
Diese Lichtleistung reicht für ein knapp 10 Meter weit ausgeleuchtetes Feld vor euch.
Ja, richtig! Feld!
Denn die LED wurde so fokussiert, das sie eben nicht den üblichen kleinen Leuchtpunkt vor euch auf den Boden zaubert, sondern eher ein großes rechteckiges Feld, was sich am ehesten mit dem Begriff Kinoleinwandartiges Lichtbild bezeichnen lässt. Halt ein großes Feld im allseits bekannten 16:9 Format. Das ist meiner Meinung nach ein echter Pluspunkt, da man so auch Dinge am Wegesrand deutlich besser erkennen kann, was ja besonders beim Joggen oder Radfahren im Dunkeln einige große Vorteile mit sich bringt.
Die Stirnlampe kann entweder mit ganz normalen AAA Batterien genutzt werden oder, wenn ihr etwas umweltschonender zu Gange gehen wollt, natürlich auch mit Akkus.

Anwendung:
Da die Neo über verschiedene Leuchtmodi verfügt könnt Ihr schnell und einfach über den einzigen Knopf, das für euch passende aussuchen. Die einzelnen Varianten, bei LED Lenser Smart Licht Technology 3 genannt, sind folgende:

  • 1x drücken: Die weiße Front LED leuchtet mit voller Lichtstärke von 90 Lumen
  • 2x drücken: Die weiße Front LED leuchtet mit voller Lichtstärke von 90 Lumen & die rote LED am Akkupack blinkt
  • 3x drücken: Die weiße Front LED leuchtet mit gedimmter Lichtstärke von 20 Lumen & die rote LED am Akkupack blinkt
  • 4x drücken: Die weiße Front LED blinkt mit gedimmter Lichtstärke von 90 Lumen & die rote LED am Akkupack blinkt
  • 5x drücken: alle LEDs werden wieder ausgeschaltet
Vorne hell und weiß, hinten gedimmt rot
Vorne hell und weiß, hinten gedimmt rot

Mein Fazit:

Für alle, die draußen und vor allem auch in der Dunkelheit, etwas unternehmen oder sich sportlich betätigen, ist die LED Lenser Neo sicherlich eine Empfehlung. Da sie für einen Preis von 29,90€ erhältlich ist (unter anderem im LED Lenser Online Shop) macht Ihr damit sicherlich auch nichts verkehrt.

*: Im Rahmen der Lichtblogger Kampagne habe ich die LED Lenser Neo kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Erfahrungen und Testdetails wurden dadurch aber nicht beeinflusst.