Perspektive ist alles – Unterwasser filmen mal ganz anders

Die Brüder Francisco & Armando del Rosario und ihr Freund Armiche Ramos haben dieses Unterwasservideo gedreht, ohne dabei irgendwelche Spezialeffekte zu nutzen oder nachträglich in die Szene reinzubasteln.
Alles nur mit einer normalen Unterwasserkamera und unter Zuhilfenahme ihrer Apnoetauchfähigkeiten.
Einfach mal anschauen und 4 Minuten lang einfach Fullscreen auf euch wirken lassen!

Amazing Freedive with The Ocean Brothers from The Ocean Brothers on Vimeo.

Generation Beige – “Beige, beige, beige sind alle meine Farben”

Wer kennt sie nicht?
Die Generation der Menschen im Alter 70 + X, häufig gekleidet in modisches beige.
Beige Hose, beige Jacke, beige Sandalen, beige Schuhe, beige Weste, beige überall.
Setzt euch einfach einmal in ein Straßencafe und schaut euch 30 Minuten lang die vorbeiziehenden Senioren und Rentner an.
Mindestens 40% der beobachteten werden mindestens ein Kleidungsstück am Körper tragen, welches der Duden liebevoll mit cremefarben / creme / cremeweiß / eierschalenfarben / elfenbeinfarben / gelblich weiß / mattgelb oder sandfarben umschreibt.
Unter uns gesagt, ich finde beige schon schlimm als Begriff aber eierschalenfarben?
Wer möchte denn bitte etwas anziehen das von der charmanten Modeberaterin als “Trendfarbe eierschalenfarben” beschrieben wird?

“Oh hier, dieses Oberteil ist doch ein Traum in Eierschale?”
“Nein Danke, aber hätten sie es nicht auch in Mauve Taupe?”

Also ganz ehrlich ich kann das einfach nicht verstehen.
Denn es ist ja nicht so, als hätten diese Menschen schon immer diese Farben gekauft. Aber scheinbar hat irgendjemand in unserem genetischen Code einen winzigen kleinen Schalter eingebaut, der ab erreichten Renteneintrittsalter umspringt und auf einmal diese eine Farbe aktiv ins Bewusstsein ruft.
Vorher würden wohl nur die wenigsten Menschen freiwillig so etwas anziehen, aber dann … Potzblitz … scheint es nur diese Farbe zu geben.
Der HSE24 Onlineshop zählt nicht weniger als 165 Damenbekleidungsstücke in beige, mehr gibt es nur in weiß, blau oder schwarz.
Und das einmal ganz abgesehen von den ganzen Seniorenbekleidungs-ONLINE-Shops die ich zu Recherchezwecken besucht habe und die mir von nun auf ewig in meinem Google Interessenprofil nachhängen werden.

Natürlich gibt es auch bunte Ausnahmen, aber eben diese Ausnahmen übertreiben es dann doch häufig mit dem bunt. Dann werden die abstrusesten Prints, bei deren Erstellung die zuständigen Designer von blinden Hamstern abgelöst wurden, mit Accessoires kombiniert, für die kein 11jähriges Mädchen eine Bravo Girl kaufen würde. Aber dann dazu mehr wenn es heißt:

Magisches Mysterium Multifunktionsweste, praktisch prunkvoller Partnerlook und atemberaubend abgedrehte All-Over Prints!

Internet trifft Insel – #Bloggenmitherz #8

Nachdem es hier in den letzten Tagen ja vermehrt und ausgiebig um die “digitalen” Inhalte des #bloggenmitherz Workshops ging, stelle ich heute ganz einfach und ziemlich unkommentiert meine gebastelten / geklebt / geschnittenen Ergebnisse zur Schau.
Ja, da ist noch Potential nach oben. Aber ich würde behaupten das darin mehr Kreativität versteckt ist, als mir all meine Kunstlehrer jemals zugetraut haben.
Daher, Vorhang auf:

Internet trifft Insel – #Bloggenmitherz #7

Nach einer viel zu kurzen Nacht erreichten mich schon früh am morgen per Twitter von Dani die ersten Wasserstandsmeldungen aus der Jugendherberge:


Also machte auch ich mich auf den Weg ins Bastelglück.
Doch vor den Spaß wurde ja die Arbeit gesetzt, daher begann für uns alle der Sonntag mit einem kleinen Vortrag zum Thema “Impressum / Datenschutzerklärung”, der von Nele gehalten wurde.
Hier wurden Erfahrungen ausgetauscht, Tipps gegeben und auch die ein oder andere überzeugt, sich doch etwas genauer mit der Materie zu beschäftigen.

Nach diesem eher theoretischen Teil ging es dann daran, den Logbüchern den letzten Schliff zu geben. Es wurde wieder geklebt, geschnitten und und und. Besonders die doch sehr zahlreich vertretenen TeilnehmerINNEN kannten quasi gar kein Halten mehr.
Nachdem dann alle quasi letzte Hand angelegt hatten, ging es endlich wieder digital weiter.

Die Blogkritik stand von der Tür. Fünfergruppen wurden gebildet und in den Gruppen wurde nach und nach jeder Blog unter die Lupe genommen. Das schwierigste daran war, dass man sich eigentlich 10 Minuten lang selbst gar nicht äußern sollte, obwohl das in meiner Gruppe jetzt nicht so unbedingt geklappt hat.

Mein Blog hat übrigens dank der Blogkritik jetzt einen anderen Header (“Weniger Gold!”) und ein helleres Grau als Akzentfarbe bekommen (“Nicht so schwarz und maskulin!”). Für die Denkanstöße in diese Richtung bin ich Katja, Debbie, Bine & Neni sehr dankbar!

Auch ist den anderen direkt aufgefallen, dass es in meinem Blog, der sich ja durchaus um Borkum dreht, überhaupt keine Borkum Kategorie gibt. Das konnte ich natürlich so nicht weiterbestehen lassen und daher präsentiere ich jetzt Borkum bei Chris87.de.
Diese ganze Blogkritik war eine wunderbare Erfahrung und so etwas sollte man tatsächlich öfter einmal machen.

Im Anschluss daran wurden endlich die liebevoll erstellten Logbücher bewertet und eben diese Wahl gewann Julia von Life is banalogue. Meiner Meinung nach übrigens auch völlig zu Recht. Es gab zwar viele gute, einige sehr gute Ergebnisse aber Ihre Fotochallenge hat das Luv und Lee Motto am besten umgesetzt.
Nach einer kurzen Abschlussrunde, bei der es viel verdientes Lob für die beiden Organisatorinnen Sandra & Katja gab, machte sich die ganze Truppe auf den Weg zum Fährhafen, wo die Helgoland schon wieder darauf wartete, geentert zu werden. Letzte Fotos wurden geschossen, Ballons dem Himmel entgegen geworfen und das war dann auch schon das Ende von 3 wunderbaren Tagen #bloggenmitherz.


Ich kann abschließend nur sagen, dass es wirklich ein wunderbares Erlebnis war, ich viele nette neue Leute kennengelernt habe und vorallem die Anzahl der von mir regelmäßig besuchten Blogs in der Zukunft wohl in die Höhe steigen wird.
Desweiteren danke ich Debbie noch einmal ganz herzlich für die Idee mit BorkumerBastelBube.tk

Bilder von meinen Bastelergebnissen gibt es übrigens morgen :) Also dran bleiben!

Internet trifft Insel – #Bloggenmitherz #6

Und weiter geht es mit dem kleinen Rückblick auf das vergangene Wochenende.

Nachdem alle wohl behalten aus dem Wattenmeeer zurückgekommen waren und sich “Bertus” auf seinen Roller geschwungen hatte, ging es wieder an meine absolute Lieblingsbeschäftigung:
Es wurde gebastelt, gebastelt und nochmal gebastelt.
Da ich immerhin im Watt so etwas wie eine Art Inspiration hatte, konnte ich tatsächlich auch die ersten 2 Seiten des zu gestaltenden Logbuchs, nämlich die der Fotochallenge, in Angriff nehmen. Da die Firma Canon so freundlich war, uns einige ihrer Fotodrucker zur Verfügung zu stellen (Danke dafür! #canonmitherz ) konnte ich schnell die dafür gedachten Bilder ausdrucken und auf die schon am Vorabend im Schweiße meines Angesichts ausgeschnittenen Blätter kleben.
Von so viel übersprudelnder Kreativität selbst von mir überrascht, konnte ich förmlich gar nicht mehr aufhören zu drucken und zu kleben.
Als dann aber Nele und Bine ankündigten noch etwas das Umland erkunden zu wollen, setzte sich das Testosteron in meinem Körper durch und schneller als ich denken konnte, saß ich auch schon auf meinem Fahrrad.

DGzRS Seenotkreuzer Alfried Krupp
DGzRS Seenotkreuzer Alfried Krupp

Da die Borkumer Jugendherberge ja im Ortsteil Reede liegt, gibt es dort auch tatsächlich so einiges zu sehen und zu entdecken. Wir machten uns also auf und erreichten als erstes den sogenannten Burkana Hafen / Schutzhafen. Dort liegen unter anderem das Feuerschiff Borkumriff sowie der DGzRS Seenotkreuzer Alfried Krupp vor Anker.
Feuerschiff Borkumriff
Feuerschiff Borkumriff

Nach einigen geknipsten Fotos dort fuhren wir weiter zum Yachthafen Port Henry um natürlich auch dort ein paar weitere Bilder zu machen. Hier und da dort wurde angeblich auch die ein oder andere zu weiteren Ideen für die Fotochallenge angeregt munkelt man.
Nach einem großen Schlenker durch das alte Bundeswehrgelände und den Fährhafen kamen wir dann auch genau pünktlich zum “Grundkurs Photoshop” wieder im Seminarraum an.
Zu diesem Kurs braucht man nicht viele Worte verlieren, denn Sandra hat Katjas Vortrag ganz gut auf den Punkt gebracht:

Obwohl ich mich eigentlich sehr auf die nun doch wohlverdiente Pizza gefreut hatte, hatte ich nicht wirklich genug Motivation um die in Aussicht gestellte Wartezeit von gut 1,5 Stunden auf mich zu nehmen. Daher schloss ich mich der Gruppe an und so gab es Spätzle und Kroketten vom Küchenteam der Jugendherberge Borkum.

Als dann alle gesättigt wieder den Seminarraum betraten fing der letzte Teil des Samstags an. Und, wer hätte es gedacht, es hieß wieder basteln.
Erneut tobte die Schlacht am Papierbüffet, den es wurden weiter Papiere, Sticker, Kleber, Bänder, Schleifchen, Herzchen, Fotos und so weiter zusammengesucht, geklebt und verarbeitet.
Da mir der ganze Tag doch ein wenig in den Knochen steckte, machte ich mich mit dem “hervorragenden” Borkumer Nahverkehr auf den Rückweg:

Hier noch ein paar Bilder der Hafenexkursion am Samstagnachmittag:

Und was uns am Sonntag dann noch alles erwartete, erfahrt ihr dann morgen gegen 12.

Internet trifft Insel – #Bloggenmitherz #5

Genug gebastelt und die Finger zusammengeklebt, ab ging es an die frische Luft!
Und wenn man in der Nähe des Weltnaturerbe Wattenmeer in der Jugendherberge Borkum ist, was liegt da Näher als diesen absolut einzigartigen Mikrokosmos einmal genauer unter die Lupe bzw. die Füße zu nehmen!
Unsere beiden Organisatorinnen hatten uns dafür eine Tour bei dem, meiner Meinung nach, besten Wattführer Borkums gebucht. Albertus “Bertus” Akkermann, bekannt aus einigen NDR und ZDF Beiträgen, sang schon mit Ina Müller zusammen im Borkumer Watt und hatte auch für uns sein Schifferklavier mitgebracht, so dass die Vorfreude minütlich stieg.
Schnell die Schuhe ausgezogen und schon ging es los, hinein in einen für viele völlig unbekannten Lebensraum:

Wattenmeer - Oh Watt'n'Meer
Wattenmeer – Oh Watt’n’Meer

Nachdem die ersten Watttypischen Leckereien zur Freude der anwesenden Foodblogger besprochen wurden, hatte ich die zweifelhafte Ehre einen Happen vom Strand-Beifuß zu kosten. Diese kleine aber feine Pflanze hat die Eigenschaft die Geschmacksnerven für knapp 8 Stunden zu betäuben. Was allerdings gegen den sehr bitteren Geschmack, der beim Kauen entsteht, leider nur begrenzt hilft…
Aber es ging weiter und immer tiefer ins Watt hinein, vorbei an Prielen, Schlicklöchern und kleinen Sandbänken. Spontan wurden kleine Zwischenstopps eingelegt und die Bewohner des Watts in Augenschein genommen. Kleine Krebse, springende Schwertförmige Scheidenmuscheln und Herzmuscheln, die sich selbstständig wieder im Watt vergraben gab es zu entdecken.
Hier einmal die Herzmuscheln im Video:

Und da Albertus Akkermann auch unter dem Begriff “Der singende Wattführer” bekannt ist, ließ er es sich natürlich auch nicht nehmen, uns immer wieder Kostproben seiner Werke zu Ohren kommen zu lassen (und merke: Nicht alles gibt es auch bei Triangel).
Hier mal knappe 1,5 Minütchen von einem selbstkomponierten Lied extra und exklusiv für euch mitgefilmt:

Nach einer großen Runde durch das Watt kamen wir dann einem der Schlicklöcher an, die “Bertus” schon zu Beginn erwähnt hatte. Von außen wirkt es doch noch recht unscheinbar, aber beim betreten merkt man doch deutlich, dass es den Treibsand aus altbekannten Kindercartoons tatsächlich gibt. Ich hatte auch hier die Ehre, das “Versuchskaninchen” zu spielen und so sah das ganze dann aus:

Ich Im Watt
Ich Im Watt

Danach wurden die Füße noch schnell im Priel abgespült, am Rasen abgetrocknet und schon ging es zurück zur Jugendherberge.

Was mich und die anderen dort erwartete, lest Ihr morgen hier, bis dahin hier noch ein paar Bilder unseres Ausflugs ins Watt: