Heiter & Kommodig – Der Januar auf Borkum

Der erste Monat des Jahres liegt nun schon hinter uns und rückblickend muss man sagen: Hätte die Insel besser ins Jahr 2016 starten können? Nein!
Eine volle Promenade zum wunderbaren Silvesterfeuerwerk und das Ganze bei angenehmen Temperaturen.

Dann zum traditionellen DLRG Neujahrsbaden strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und fantastische Stimmung bei allen. 384 mutige Frauen und Männer stürzten sich in die Fluten, stellten einen neuen Teilnehmerrekord auf und wurden dabei von mehreren Tausend Menschen auf der Promenade angefeuert und bestaunt.

Am ersten großen Abreisewochenende des Jahres dann wieder das vertraute Geräusch von Koffern, die in Richtung Inselbahnhof gezogen werden. Am Samstag noch bei viel Sonnenschein, am Sonntag folgte dann der Wintereinbruch mit sehr viel Eis auf den Wegen durch die Stadt.

Und dann, als auf der Insel wieder die so typische Winterruhe eingekehrte, kam er endlich, der erste Schnee des Jahres.
Am Anfang nur kurz für ein paar Stunden, ein kleiner Überraschungsbesuch am späten Donnerstagabend, doch dann, passend zum nächsten Wochenende, kam er zurück und hüllte die ganze Insel ein.
Die Inselgäste konnten bestaunen, wie sich ein wunderschöner Sandstrand in eine richtige Winterlandschaft verwandelt. Schneemänner und Schneerobben wurden gebaut, Schneeballschlachten und ausgedehnte Winterspaziergänge gemacht und so mancher genoss diesen heimeligen Anblick mit einem heißen Kakao oder einem typisch friesischen Grog und wärmte sich so von innen.

Wenn der Fotograf dann auch noch mehr Licht bekommt ist er nicht mehr zu halten :-DGenießt das Wochenende

Posted by Torsten Dachwitz Fotografie on Samstag, 16. Januar 2016

Generell genießen die meisten Urlaubsgäste um diese Jahreszeit die Ruhe auf der Insel, es ist einfach unglaublich kommodig (Plattdeutsch für bequem, behaglich, gemütlich) im Januar.
Es gibt keine Menschenmassen mehr in den Straßen, keine vollen Gänge in den Supermärkten, freie Plätze in Restaurants und auf langen Spaziergängen über die Insel kann man fast stundenlang laufen ohne jemandem zu begegnen.

Erholung ist das Wort des Januars, Gäste, Insulaner und Insel selbst atmen einmal tief durch und erholen sich jetzt so richtig vom letzten Jahr.
Aber doch tut sich gleichzeitig allerhand, viele Handwerker arbeiten fleißig, räumen aus und richten neu ein, Geschäfte wechseln Ihren Standort und die Insulaner und Betriebe machen sich Gedanken, was man für die neue Saison verändern könnte um sich und den Gästen noch mehr bieten zu können und das Erlebnis Borkumurlaub zu verbessern.
Abends sitzen Urlauber und Insulaner dann andächtig nebeneinander in Gaststätten und Restaurants, tauschen sich aus, halten Klönschnack und genießen einfach das Gefühl, das Hektik und auch Stress des normalen Alltags auf einmal ganz weit weg sind.

Auf keine Zeit im Jahr trifft die Insellosung wohl so sehr zu wie auf den Winter:
Mediis Tranquillus in Undis, ruhig inmitten der Wogen.

Borkum – Saison der Sinne

Ihr habt hier ja schon das ein oder andere Bild von meiner Wahlheimat gesehen.
Heute präsentiere ich euch aber mal bewegte Bilder: Den neuen Imagefilm über die Saison der Sinne auf Borkum.
Die Firma Creoflux hat hier großartiges geleistet und wunderschöne Bilder fantastisch zusammengeschnitten.

Also schaut es euch an:

Hier noch der kurze, offizelle Pressetext:

Eine Nordseeinsel in der kalten Jahreshälfte aufzusuchen, bedeutet vor allem eine „Reise ins Innere“: Entschleunigung, durchatmen, bei sich sein.
creoflux liefert hier bewusst keinen Imagefilm mit „Erklärbar“ und Faktengewitter – etwas Sinnliches musste her. Und für etwas Sinnliches können Regen, karge Bäume und einsame Strände großartige Zutaten sein – erst recht, wenn man die Insel gedanklich zur Person macht und an sie eine Liebeserklärung richtet :)

Test: Braun Series 9 9075cc

Moin,
in den letzten Wochen durfte ich den Braun Series 9 9075cc testen. Dieser wurde mir von Braun und Trnd kostenlos zur Verfügung gestellt.
Nach jetzt 3 Wochen der täglichen Benutzung möchte ich ein Fazit ziehen und euch von dem Rasierer berichten. Dabei werde ich natürlich nicht nur auf den Rasierer eingehen, sondern auch auf die mitgelieferte Reinigungsstation. Die technischen Details des Rasierers versuche ich nicht über Gebühr aufzuzählen, falls ihr wollt könnt Ihr sie direkt bei Braun nachlesen.

Rasurleistung:
Ich fange direkt einmal mit dem wichtigsten an, was ja bei einem Rasierer natürliuch die Rasurleistung ist.
Diese kann ich mit meinem alten Philips-Rasierer RQ1050, der schon etwas älter ist und Philips-typisch mit kreisenden Bewegungen genutzt wird. Auch kann ich noch einen Remington R6130 mit in den Test einbeziehen.
Im Unterschied zu den beiden anderen ist natürlich die Rasierbewegung ganz anders. Man nutzt den Braun Series 9 Rasierer mit graden Rasurbewegungen und kreist nicht durch das ganze Gesicht. Dieses erforderte von mir eine kleine Umgewöhnung, ist aber danach absolut nicht als Nachteil zu werten.

Die sehr flexible Konturenanpassung des Braun Rasierers ist wirklich sehr gut gelöst. Zum einen gibt es einen beweglichen Scherkopf, den man bei Bedarf auch in verschiedenen Winkeln feststellen kann und zusätzlich natürlich durch die vier flexiblen Scherelemente. Jedes dieser vier Elemente kann sich unterschiedlich bewegen und passt sich so der Haut immer gut an, sodass sowohl die kürzeren als auch die längeren Barthaare erwischt werden.
Bei meinem Philips Rasierer musste ich mit Zeit über viele Stellen noch ein zweitens oder manchmal gar ein drittes Mal rasieren, um wirklich alle Haare zu entfernen. Beim Braun Series 9 9075cc klappt es eigentlich immer direkt beim ersten Versuch, so dass ich bei der Rasur viel Zeit spare.
Auch beim Remington gab es manch Stelle, die nachrasiert werden musste.
Dieses kann natürlich auch daran liegen, dass die Klingen im Braun noch quasi brandneu sind und die in den beiden anderen Rasierern schon einige Kilometer im Gesicht zurückgelegt haben.

Im Braun Series 9 9075cc ist auch ein Trimmer integriert. Diesen habe ich bisher nicht wirklich ausprobiert, da mir da der Einsatzzweck für fehlt. Von der Verarbeitung her, macht aber auch der Trimmer einen guten Eindruck.
Mein Fazit zur Rasurleistung fällt sehr positiv aus, besonders da der Braun sehr gut, sauber undvor allem ohne Hautirritationen rasiert.

Reinigungsleistung:
Der Braun Series 9 hat ein kleines Tropfen-Symbol eingebaut, das aufleuchtet, sobald der Rasierer gereinigt werden soll. Dann könnt Ihr wählen, ob Ihr den Rasierer unter fließendem Wasser (er ist bis 5m wasserdicht), nur mit der Reiningungsbürste oder in der mitgelieferten Reinigungsstation sauber machen wollt.
Falls Ihr den Rasierer unter Wasser ausspült oder mit der Bürste reinigt, erlischt das Tropfensymbol nicht, obwohl der Rasierer sauber ist. Das finde ich persönlich ziemlich nervig und ärgerlich.
Nutzt Ihr die Reinigungsstation so seht Ihr hier zwischen einem und drei Tropfen-Symbolen. Die Station hat drei verschiedene Reinigzungsprogramme, welche unterschiedlich lange dauern.
Gereinigt wird mit einer alkoholhaltigen Reinigungsflüssigkeit, die einen recht angenehmen Geruch verbreitet. Wenn die Reinigung beendet ist, wird der Rasierer noch geföhnt. Ist auch das vorbei, wird der Rasierer noch voll aufgeladen.
Die Anzahl der Tropfen auf der Station erscheint mir leider, wie auch auf dem Rasierer selbst, ziemlich wahrlos. Manchmal soll nach jeder rasur gereinigt werden, manchmal erst nach jeder 5ten. Und auch dann wechselt es ziemlich wahllos zwischen dem kurzen Reinigungsprogramm und dem ganz langen. Das könnte man vielleicht bei einer Neuauflage noch verbessern.
Eine Kartusche soll ca. 30 Reinigungsvorgänge halten. Zulange solltet Ihr diese Vorgänge aber auch nicht streuen, da sich das alkoholische Reinigungsmittel mit der Zeit einfach verflüchtigt.
Mein Fazit zur Reinigungsleistung ist, durchwachsen. Zum einen ist die Reinigungsstation sehr praktisch und reinigt den Rasierer auch sehr gründlich. Und auch unter Wasser oder mit der mitgelieferten Bürste lässt sich der Rasierer sehr leicht reinigen.
Nur sollte die Anzeige des Reinigungsbedarf noch besser und präziser sein. Und auch die Tatsache, dass sämtliche manuellen Reinigungen für den Rasierer einfach gar nicht zählen, ist ein Minuspunkt.

Akkuleistung:
Kommen wir zum nächsten durchaus sehr wichtigen Punkt. Die Akkuleistung. Denn schließlich möchte niemand täglich laden oder gar mitten in der Rasur einen Pause einlegen müssen.
Ihr könnt den Braun Series 9 9075cc sowohl mit als auch ohne Kabel benutzenn. Wählt Ihr den Akkubetrieb wählt, so gibt es auf dem Rasierer eine 5-stufige Balkenanzeige, die euch anzeigt wie voll der Akku noch ist. Dieses hatte auch mein Philips Rasierer. Der Remington macht das etwas besser, da er wirklich die noch verbleibenden Minuten anzeigt. Das könnte man ja vielleicht auch in der nächsten Generation einbauen.
Braun selbst äußert sich selbst wie folgt zur Akkuleistung:
– 50 Minuten Laufzeit ohne Nachladen
– 60 Minuten dauert eine vollständige Ladung
– 5 Minuten Laden reicht für eine Rasur
Da ich den Rasierer ja immer mal wieder in der Reinigungsstation geparkt habe, habe ich es nicht erlebt, dass er einmal vollkommen entladen war. Maximal waren aber einmal nach einer Woche 2 von Balken erloschen. Da kann ich also nicht meckern.

Mein Fazit zur Akkuleistung ist, dass ich bisher sehr zufrieden bin. Insgesamt ist das aber natürlich ein Faktor, den man wirklich erst nach Monaten ganz richtig beureteilen kann.
Dank dem mitgelieferten Reiseetui kann man den Rasierer und das Ladekabel auch gut mit in den Urlaub nehmen und auch die kleine Bürste problemlos mitnehmen.

Fazit:
Zum Gesamtfazit kann ich sagen, dass mich der Braun Series 9 9075cc überzeugt hat. Die Rasurleistung ist sehr gut und kein Vergleich zu meinen bisherigen Rasierern. Der unglaublich bewegliche Scherkopf, der sich perfekt allen Konturen anpasst und die vier Scherelemente tragen maßgeblich dazu bei.
Die Reinigungsstation reinigt den Rasierer sehr gut. In kleinen Details könnte man hier sicherlich noch das ein oder andere verbessern, insgesamt aber auch keine riesige Kritik meinerseits.
Die Akkuleistung ist gut, das Aufladen geht schnell und auch das trotz teurer Station auch ein Kabelbetrieb möglich ist, finde ich persönlich sehr gut.
Insgesamt also eine klare Empfehlung, auch wenn die UVP natürlich schon eine ganz klare Ansage ist. Aber wenn euer Budget es her gibt, kauft Ihn euch!

Borkum bleibt Borkum und Borkum bleibt bunt

Da stöbert man früh Morgens nichts ahnend durch seinen Twitterfeed und stellt fest, dass sich der Blog Politically Incorrect neuerdings auch um das wunderschöne Borkum kümmert.
Und Nein, es geht nicht schon wieder um den Vögelurlaub sondern um etwas angeblich viel schlimmeres. Was mir persönlich allerdings noch gar nicht aufgefallen ist, aber:

Die islamische Besetzung der Insel Borkum hat begonnen

So! Und wie äußert sich das also?
Andreas F. (mehr ist über den Autor des Beitrags nicht zu erfahren) sieht auf einmal nur noch verhüllte und verschleierte! Überall! In der Stadt! Vor der Eisdiele! Und, sogar am Strand!

Sie liegen – noch – etwas abseits in der mitgebrachten Strandmuschel, den umwickelten Kopf darin versteckt, den übrigen Körper in Mäntel, Jacken und lange Hosen gehüllt, in der hochsommerlichen Sonne am Borkumer Strand. Nur ein Alptraum? Leider nein.

Unverschämtheit! Gäste! Die auch noch hier Geld für Ihren Urlaub ausgeben! Und die liegen am Strand! Was denken die sich denn dabei! Da kann ja jeder kommen, der hier seinen Urlaub verbringen will und dafür bezahlen möchte!

Früher wäre hier ja noch alles ganz toll gewesen, christliche Gesangstunden am Strand, Morgenandachten, Lagerfeuer, Fackelmärsche, Bundesweite Postkartenaktionen, Bäder-Antisemitismus… Oh, soweit hat der Verfasser ja gar nicht argumentiert (obwohl all das tatsächlich zur Geschichte der Insel dazugehört). Aber man merkt ihm deutlich an, wie sehr in die Vielfalt, die sich in den letzten Jahren hier entwickelt hat, quasi ankotzt. Und wie sehr er sich anstrengen musste, nicht wortwörtlich „Früher war alles besser“ & „ich bin zwar kein Rassist, aber“ zu schreiben.

Ich frage mich wirklich, was in den Köpfen solcher Menschen vorgeht.
In den letzten Jahren hat sich meiner Meinung nach auf Borkum sowohl von Insulaner Seite als auch von den Touristen aus eine gute, tolle und freundliche Mischung aus verschiedenen Kulturen und Menschen ergeben. Die alle gut und problemlos miteinander auskommen, sich helfen, wenn Hilfe benötigt wird und, von der Insulaner Seite aus, alles geben um den zahlenden Gästen hier einen tollen und unvergesslichen Urlaub zu ermöglichen.
Deutsche, Italiener, Albaner, Kroaten, Polen, Türken und und und geben alle zusammen Ihr bestes um die Insel gemeinsam weiterzuentwickeln (zuletzt klar sichtbar bei den Überlegungen zum Zukunftsprojekt Borkum 2030).
Und jetzt kommt ein einzelner und wittert hier den Untergang des christlichen Abendlandes, weil er es geschafft hat, eine Person (vermutlich ungefragt) in der Innenstadt zu fotografieren?
Das kann doch nicht wirklich sein, dass wir uns hier von einzelnen erzählen lassen müssen, das die Kulturinsel bald zu Moschee umgebaut wird?

Das ist billige und heuchlerische Panikmache, gegen die aktiv vorgegangen werden muss und die nicht einfach still hingenommen werden darf.
Denn Borkum wird nicht Börküm sondern Borkum bleibt Borkum und Borkum bleibt bunt!